Aus den USA kommt ein weiterer Social Payment Anbieter zu uns

Immer öfter sind sie anzutreffen, die kleinen grün-orangen Flattr Buttons –man findet sie unter Blog Artikeln und/oder als Widget in der Sidebar, aber nicht nur Blogs, sondern auch andere Webseiten testen derzeit den neuen Social Payment Dienst. Aber bei dem einen Micropaymentdienst soll es nicht bleiben aus den USA, genauer gesagt aus Mountain View, Kalifornien, wo auch Google ihren Hauptsitz hat –kommt ein weiterer Social Payment Anbieter namens Kachingle ins Leben gerufen von der Amerikanerin Cynthia Typaldos.

Erste Ergebnisse des Flattr Erlöses wurden veröffentlicht

Viele haben Flatter seit April oder Mai im Einsatz. So, dass schon die ersten Zahlen über die Höhe der Einnahmen bekannt gegeben werden konnten. Denn am Ende des Monats wird bekanntlich abgerechnet und ihr bekommt den Betrag zu sehen, den die Leser über den Monat für meine Artikel gespendet haben. So hat zum Beispiel der Taz-Blog berichtet, zum ersten Juni, nach 12 Tagen Flatter-Button-Schaltung auf einen Betrag von 143.55 Euro gekommen zu sein. Ich habe meine Buttons am 27. Mai verbaut, von diesem Zeitpunkt bis zur Abrechnung am ersten Juni wurden zwei meiner Artikel je einmal geflattrt. Was gesamt Einnahmen von 0.95 Euro ergab, welche meinem Flatter Guthaben angerechnet wurden. Dieser kleine Betrag resultiert daraus, dass die Buttons nur vier Tage im Einsatz waren, Flattr noch in der Beta-Phase ist und hauptsächlich, weil mein Blog noch relativ neu ist und deshalb kaum über Leser verfügt. Dies soll aber nicht der Artikel sein, in dem ich die Besucherstatistik meines Blogs analysieren werde. Vielleicht nur so viel: Ich habe für den Blog noch keine konkrete Richtung gefunden –was eine Stammleserschaft aufzubauen, nicht gerade einfacher macht. Aber um auf Flatter zurückzukommen: die Ergebnisse vom Taz-Blog und auch die von Spreeblick.de, 110, 94 Euro –sind doch recht interessant und zeigen, dass sich für Stark besuchte Blogs schon einiges Einnehmen lässt –man muss ja immer bedenken, dass Flattr sich noch im Beta Betrieb befindet und dadurch wohl kaum Leute außerhalb der Blogsphäre von Flattr wissen.

Die Einnahmen sind momentan überhaupt nicht wichtig!

Und apropos Beta-Betrieb: Das wird die Geschichte rund um die Mikrobezahl-Dienste auch noch eine ganze Weile bleiben auch dann wenn Flattr technisch gesehen aus der Beta-Phase herausgewachsen und für die alle offen ist. Auch dann ist der Markt noch nicht bereit für solch tief greifende Veränderungen, dass Verlage von Freiwilligen Zahlungen leben könnten. So wird Flattr und Co. auch weiterhin in der Beta-Version laufen, wie gesagt vielleicht nicht technisch gesehen, praktisch aber wird noch viel Zeit verstreichen bis Lösungen, die den veränderten Medienkonsum gerecht werden massen fähig werden. Deshalb ist die Höhe der Einnahmen momentan auch völlig schnuppe, um was es hier geht, ist an einem Wandel beteiligt zu sein und die Chance an der Zukunftsgestaltung mitzuwirken und sie damit aktiv Mitzugestalten. Vielleicht wird das Model Flattr auch gar nicht bestand haben und es erscheinen ganz andere Lösungen aber Flattr macht die richtigen Schritte um ein Bewusstsein für Veränderungen zu schaffen. Deshalb geht mir bei Flattr momentan keineswegs darum Umsätze zu generieren aber mit jedem und jeder der durch meine Buttons auf Flatter aufmerksam gemacht wird bedeutet potenzielle Unterstützung für ein wirklich tolles System.

Was ist Kachingle oder die Unterschiede zu Flattr

Eigentlich wollte ich nur einen Bericht zu Kachingle schreiben und habe mich doch wider so stark an Grundsätzlichkeiten und meiner Meinung zur Sache, die wohl eh niemand hören möchte aufgehalten. Also deshalb kurz und knapp was ist Kachingle, wie funktioniert es und wo sind die Unterschiede zu Flattr:

  • Kachingle ist wie Flattr ein Social Micropayment Dienst der auch ziemlich ähnlich funktioniert. Mit dem man also Kleinst-Beträge an Online Content Spenden kann.
  • Anders als bei Flattr kann ich bei Kachingle nicht bestimmen welchen Betrag pro Monat gespendet werden soll –es handelt sich immer um 5 Dollar die zum verteilen zur Verfügung stehen.
  • Man definiert ganze Webseiten die man mit Cent Beträgen unterstützen möchte nicht einzelne Artikel wie bei Flattr, ist zwar technisch Möglich ist aber nicht der Sinn von Kachingle.
  • Auf die Webseiten und Blogs die man bestimmt hat, werden die 5Dollar, nach der Häufigkeit der Aufrufe, die auf einzelnen Angebote durchgeführt wurden aufgeteilt. Den Blog denn ich innerhalb eines Monates am häufigsten aufgerufen habe bekommt also den größten Teil der 5 Dollar und umgekehrt, den welchen ich am wenigsten aufgerufen habe den kleinsten Teil. Das genaue Berechnungs-Model ist hier erklärt.
  • Um die 160 Webseiten sollen bereits am System teilnehmen davon ca. 55 aus Deutschland.
  • Das englische Wort „Kachingle“ setzt sich aus dem Wort „kaching“ welches das Geräusch alter Registrierkassen beschreibt und „jingle“ dem klang fallender Münzen –zusammen, respektive ist ein eine Wortkombination daraus.

Brand-Neues Interview mit der Kachingle Gründerin Cynthia Typaldos

Written by Sascha